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von Dr. Errit Schlossberger
Digitaler Veranstalter & InsurTech-Builder

InsurTech Letter ist der kostenlose Newsletter mit Fokus auf InsurTechs. 
Mit dem InsurTech Letter können Sie Freitags auf einen Blick die wichtigsten Neuigkeiten und Entwicklungen der InsurTech-Szene nachverfolgen. Sie verpassen damit keine wichtigen, öffentlich zugänglichen InsurTech-relevanten Studien und Analysen und auch keine Termine mehr. Möchten Sie Feedback geben, schreiben Sie mir an: errit@unternehmen-mit-zukunft.com

** InsurTech News der Woche **

21.04.2020: netplayersnetwork veröffentlicht InsurTech-Übersicht #5 😉
newplayersnetwork, eine Initiative der Versicherungsforen Leipzig, hat diese Woche seine Neuauflage seines jährlichen Reports veröffentlicht. Die InsurTech-Übersicht beinhaltet ganze 161 Start-ups aus dem deutschsprachigen Raum und kommt in einem neuen, schlankeren Design daher. Außerdem mit im Paket: Eine verfeinerte thematische Aufteilung mit neuen Kategorien wie Datensicherheit, Mobilität, Predictive Analytics und Chatbots sowie eine Analyse der aktuellen InsurTech-Entwicklungen und Trends. Einige der Hauptaussagen:

  • Die Vielfalt der digitalen Produkte und Services hat sich erhöht
  • Ein Ende der Gründungswelle ist nicht in Sicht
  • Nur vereinzelt entwickeln die Akteure tatsächlich innovative Versicherungslösungen unter Einsatz innovativster Technologien
  • Das Segment der InsurTechs als API-Dienstleister wächst vor dem Hintergrund sich bildender digitaler Ökosysteme als Treiber von Wachstum und Innovation
  • Ein Drittel der neuen Akteure helfen etablierten Versicherern bei regelrechten Quantensprüngen mittels KI oder Big Data.

Zum newplayersnetwork InsurTech-Report 2020


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** InsureTech News DACH **
auch abseits des Mainstreams …  

„Der Druck in Richtung Digitalisierung ist eine echte Chance, verlorenes Terrain wieder gut zu machen“

Der Zukunftsforscher Matthias Horx rät in einem viel beachteten Text dazu, sich angesichts der Corona-Pandemie nicht damit zu beschäftigen, wann alles wieder wie vor der Krise sein wird, sondern sich jetzt gedanklich in den Herbst 2020 zu versetzen und die Frage zu stellen, über welche positiven Überraschungen wir uns rückblickend wundern werden. Dr. Matthias Uebing, Gründer und COO der mailo Versicherung, sieht einen Zeitsprung in Sachen Digitalisierung. Er sieht eine deutliche Anstrengung der etablierten Versicherer, den vorhandenen Rückstand in der Digitalisierung nun schnell aufzuholen. Für die Versicherungsbranche insgesamt sei es eine große Herausforderung, die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern auf eine neue, zukunftsfähige Basis zu stellen. Und das gehe weit über die technische Anbindung und die Bereitstellung digitaler Prozesse und Medien hinaus. Ganz grundsätzliche Dinge seien hier vor allem notwendig: Einfachheit und Transparenz in Kommunikation und Abwicklung, Unterstützung und Schulungen im Umgang mit neuen Tools und Prozessen und natürlich Partnerschaftlichkeit und Vertrauen im gegenseitigen Umgang. „Wer diese Disziplinen beherrscht, wird gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgehen.“ Uebing sieht Mailo´s Vorsprung nicht in erster Linie im Bereich der Technologie. Die moderne IT-Plattform von mailo sei eigentlich nur Mittel zum Zweck, um die eigentlichen Vorteile auszuspielen: „Unser vom Kunden gedachtes partnerschaftliches Mindset, unsere Einfachheit, Schnelligkeit und Flexibilität. Und dafür ist bedeutend mehr nötig, als nur die Technologie.“ it-finanzmagazin.de

Autoversicherer erstatten wegen Corona-Krise Beiträge
Der Ausbruch des Corona-Virus hat das Leben auf Deutschlands Straßen entschleunigt. Darauf reagiert nun die Assekuranz mit Rückerstattungen. Denn die jährliche Fahrleistung ist fester Bestandteil ihrer Tarife für KFZ-Haftpflichtversicherungen. Gemäß der auf Versicherer spezialisierten Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) verbessert sich jede Woche mit diesem historisch niedrigen Mobilitätsniveau die Schadenquote um 0,5 bis ein Prozent. DEVK, Allianz und HUK Coburg sind bekannt, dass sie ihre Kunden an der Ersparnis teilhaben lassen wollen. Automatisch und ohne weiteren Antrag geht das beim digitalen Versicherer Friday. Das InsurTech erstattet bis zu 8 Prozent der Jahresprämie für die 2020 nicht gefahrenen Kilometer. dasinvestment.com

Neuer Versicherungsanbieter in Deutschland gestartet
Das in Frankfurt ansässige InsurTech Blanket bietet zum Start eine Fahrrad- und E-Bike-Versicherung sowie eine Laptop- und Kamera-Versicherung an. Als Risikoträger fungiert die Allianz. pedelecs-electro-fahrrad.develobizversicherungsjournal.de

Was Rocket Internet bzw. Flash Ventures gerade so ausbrütet
Flash Ventures ist der neueste Ableger von Rocket Internet. Der Pre-Seed-Geldgeber investierte bereits in einige Startups. Namen nennt der neue Geldgeber keine, verweist stattdessen nur auf Segmente wie FinTech, B2B-Marketplace, Logistics, D2C Health, PropTech und InsurTech. In Deutschland startete die Mutter Rocket Internet zuletzt unter anderem  Project Insurio. Das letzt genannte trat bisher nicht groß in Erscheinung. “Wir bieten die perfekte Versicherung für Dein Unternehmen: Einfach, schnell, zuverlässig – und 100% digital”, heißt es auf der Website. deutsche-startups.de

InsurTech Hub Munich and dmac/Digital Health Nub Nuremberg/Erlangen launch new accelerator focused on digital health
Beide Parteien kündigen einen neuen Cross-Industry Accelerator für das zweite Halbjahr 2020 an. Das H+ Innovation Programme wird sich auf digitale Gesundheitslösungen fokussieren. Bewerbungen sind für Startups nun bis Ende Mai möglich. insurtech-munich.com

InsurTech Hub Munich gewinnt BVK als Partner
versorgungskammer.de

Helvetia setzt Start-up Marathon mit Ausgründung fort
Es ist nicht einfach, bei der Helvetia und ihren Start-Up-Tätigkeiten Schritt zu halten. Ständig wird gekauft, entwickelt und beteiligt. Nun steht das eigene Jungunternehmen Adresta im Mittelpunkt, das eine interessante Blockchain-Anwendung entwickelt hat. Adresta macht „alle wichtigen Stationen einer Uhr für Hersteller, Händler und Käufer auf einer Blockchain zugänglich“ und will damit Fälschungen und Diebesgüter ausschließen. Das Unternehmen mit Sitz in Zurich ist ein Ergebnis der helvetia 20.20-Strategie, das unter anderem ein Corporate-Incubator-Programm beinhaltet. Das Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Mit dem Uhrenhersteller Czapek & Cie konnte bereits der erste Kunde gewonnen werden. versicherungswirtschaft-heute.de

Alteos: Familien über Händler gegen Gefahren im Internet absichern
Der „OnlineSchutz“ der AXA-Tochter Alteos GmbH sichert gegen die gängigsten Internetrisiken auf allen Geräten für die ganze Familie ab. Die 24-Stunden-Soforthilfe schützt ab 3,49 Euro pro Monat gegen Onlineshopping-Betrug, Onlinebanking-Betrug, Identitätsdiebstahl und Urheberrechtsverletzung. versicherungsjournal.de

Sparda-Bank West startet digitalen Versicherungsmanager früher
Die Sparda-Bank West und die DEVK haben ihre Kooperation im Versicherungsgeschäft vertieft. Das Geldinstitut nutzt ab sofort auch deren digitalen Versicherungsmanager auf Grundlage von moneymeets, wobei der Start des Tools wegen der Corona-Krise nach vorne verlegt wurde. fondsprofessionell.de

„Wir sind nun alle erst einmal 30% ärmer“
Als Profiteur der Corona-Krise möchte das Krankenversicherungs-Start-up Ottonova nicht gelten. Dennoch zeigt sich dessen Gründer, der Mediziner Roman Rittweger, im procontra-Interview optimistisch. Kernaussagen:

  • „Ich sehe zwei wesentliche Trends bei den Altversicherern. Erstens: Deren ewiges Mantra „Du musst vor Ort sein, Versicherungen verkauft man nur über persönlichen Kontakt“ wurde nun ausgeschaltet – und sie merken endlich, dass Beratung auch online und am Telefon funktioniert. Zweitens: Bisher rühmten sich die meisten damit, dass die Geschäfte super laufen – auch ohne Bemühungen, digitaler zu werden. Das ist ebenfalls vorbei. Die Digitalisierung bekommt dadurch zwangsweise einen massiven Schwung.“  
  • „Endlich finden unsere Vertriebswege breite Akzeptanz! Noch vor wenigen Jahren mussten wir als David gegen Goliath kämpfen. Nun löst sich die Zurückhaltung der Kunden weiter auf, die Skepsis gegenüber Online-Versicherungen lässt nach. Viele stellen fest, dass die Kundenexperience im Digitalen viel besser ist, weil sie unmittelbar an ihre Daten kommen und unterstützt werden können.“
  • „In einer Studie zu privaten Krankenversicherungen hatten wir 2019 einen Net Promoter Score von 70, während der Durchschnittswert bei 12 lag.“ 
  • „Wir haben Glück gehabt, dass wir erst vor Kurzem einen „Premium Economy“-Volltarif gelauncht haben, eine günstige Vollversicherung. Das passt nun natürlich ziemlich gut in die aktuelle Krisenzeit, in der die Menschen sparen wollen, gleichzeitig aber viel Wert auf Gesundheitsthemen legen. Ansonsten sehen wir, dass es in der Zusatzversicherung im Moment mehr Zurückhaltung gibt. Zum Beispiel ist eine Absicherung von Zahnimplantaten in ferner Zukunft gerade für viele nicht so relevant, das Interesse an solchen Tarifen geht zurück. Ich vermute, es wird hier – ähnlich wie bei Kleidung oder Reisen – nach der Krise einen gewissen Nachholkonsum geben.“
  • „Seit Beginn der Pandemie gilt: Wir sind nun alle erst einmal 30 Prozent ärmer als wir es vorher waren. Ich glaube dennoch, dass das ein vorübergehendes Phänomen ist. Diejenigen, die über eine Krankenhauszusatzversicherung verfügen, merken nun, wie wichtig das ist, in diesem Bereich verzeichnen wir keinen Rückgang. Denn das macht uns allen diese Zeit sehr deutlich: In Gesundheit zu investieren ist sehr viel entscheidender, als sich ein großes Auto oder einen teuren Urlaub zu gönnen.“ 
  • „Generell ist die Versicherungsindustrie aber sehr stabil – es wird niemand pleite gehen, sondern nur kleine Verschiebungen geben.“

procontra-online.de

ottonova bietet neue digitale Krankenvollversicherung an
Mit dem neuen „Premium-Economy-Tarif“ spricht ottonova Kunden an, die eine private Krankenversicherung zu günstigem Preis suchen. Die Versorgung liegt dabei über dem GKV-Niveau und ist mit einigen digitalen Services verbunden. asscompact.de

Insurtechs haben jetzt keinen Vorteil mehr
Vor gut einem Monat schrieb Gestsafe-Chef Christian Wiens in einem Kommentar, die Corona-Krise werde Insurtechs wegen ihres technologischen Fortschritts gegenüber den etablierten Versicherern stärken. Online-Marketing-Experte MarKo Petersohn sieht das anders. Genau das Gegenteil werde der Fall sein, schreibt er in seiner Antwort auf Wiens‘ These. Seine Kernaussage: „Die bisher schon erfolgte Digitalisierung in den Unternehmen wird noch einmal beschleunigt und das bedeutet, dass Insurtechs nun keinen Vorteil mehr haben.“ Traditionelle Versicherer forcieren durch Corona ihre Digitalisierung und finden damit in Zukunft digital und analog statt“, so Peterson, während Insurtechs nur den digitalen Weg anbieten könnten. Dass sie von der Corona-Krise profitieren, dürfte seiner Meinung nach somit stark bezweifelt werden. pfefferminzia.de Gut gebrüllt, lieber Herr Petersohn, kann ich dazu nur kommentieren. Richtig ist, dass es für traditionelle Versicherer nun einen gewaltigen Digitalisierungs-Schub gibt (siehe meine Aussage der letzten InsurTech Letter-Ausgabe) und sich dadurch der Abstand zu den InsurTechs viel schneller verringert als ohne Corona-Lockdown. Doch die Aussage, dass die Digitalisierung schon erfolgt sei und es daher keinen Vorteil mehr für die InsurTechs gäbe, widerspricht ihrer vorgenannten Aussage und hängt allein vom jeweiligen aktuell schon erreichten Digitalisierungsgrad des etablierten Versicherers ab. Hm …

Wie realistisch ist die digitale Trendwende in der Schadenregulierung?
Nils Mahlow ist von den Mehrwerten der Digitalisierung in der Schadenregulierung überzeugt. Und freilich möchte man dem Gründer und Geschäftsführer des Insurtechs Claimsforce da im Grunde nur allzu gern beipflichten. Schaut man jedoch auf die derzeitigen Prozesse, so bleiben den Kunden das Ausfüllen vieler Papierformulare meist nicht erspart. versicherungsmagazin.de


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** InsurTech News international **

Top Insurtech Funding Rounds of Q1 2020
Neun dieser InsurTechs wurden bereits vor Ausbruch der Corona-Krise gefundet. dig-in.com

U.S. InsurTech Branch to Give Back 15% of Monthly Insurance Auto Premiums to Policyholders in Response of the COVID-19 Crisis
Noch bevor einige deutschen Versicherer Ähnliches verkündeten (s.o.), gingen die US-Versicherer in die Offensive. crowdfundinsider.com

Gleich zwei Fundings – und das in der Corona-Zeit – dafür aber in der Gesundheitsbranche:
Aledade raised 64 Mio. USD 
Aledade, a Bethesda, Maryland-based startup that partners with providers to build tech-enabled accountable care organizations, has raised $64 million in a Series C funding. mobilehealthnews.com

Insurtech Alan adds 50 Mio. USD funding
France-based insurtech Alan has raised 50 Mio. EUR (54.3 Mio. USD) in a Series C investment round and has launched services in response to Covid-19. verdict.co.uk. Alan is a software-as-a-service startup that offers health insurance in France. The company wants to create a well-designed insurance product with transparent pricing and policies to make healthcare more accessible. The startup has obtained an official health insurance license and raised around 140 Mio. USD till now.

Where InsurTechs should be focused now
The last few years have seen massive investments being pumped into InsurTechs. But will this level of investment continue? And what can InsurTechs do to convince people to continue investing in them? asiainsurancereview.com spoke to experts from McKinsey and Willis Re to find out.

How insurtechs and insurers are helping to fight the pandamic
Die Gründer der DIA stellen acht Kategorien vor, in welchen InsurTechs neue Mehrwerte liefern. Ein sehr ausführlich recherchierter und lesenswerter Artikel! digitalinsuranceagenda.com


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** Termine **

Future.Talk 3 / 2020 – InsurTech, 16.06.2020, Zürich
Das Institut für Versicherungswirtschaft wird auch in diesem Jahr einen Future.Talk zum Thema «InsurTech» durchführen. ivw.ch

DIA, 28. bis 29.10.2020, Amsterdam
Agenda und Inhalte unter digitalinsuranceagenda.com

Digisurance, 17.09.2020, Berlin
Die 2015 von der flexperto GmbH gegründete Digisurance ist eine der zentralen Veranstaltungen für Kooperationen zwischen InsureTechs und Versicherern in der DACH-Region. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Gruppen zu fördern, um wirklichen Fortschritt und Innovation in der Versicherungsindustrie zu schaffen. Unter dem Motto „Fakten statt Fiktion“ werden auf der Konferenz konkrete und echte Fallbeispiele von Kooperationsprojekten vorgestellt, die von den Startups und Versicherern gemeinsam auf einer Bühne präsentiert werden. Tickets

insureNXT|CGN, 21. und 22.04.2021, Köln
Erstmalig organisieren die Koelnmesse und InsurLab Germany die Versicherungskongressmesse insureNXT|CGN. Ziel ist es, die Digitalisierung der Versicherungswirtschaft ganzheitlich zu betrachten und die InsurTech-Zukunft der Branche zu gestalten. Schwerpunkte der 2-tägigen Veranstaltung: „Insurance Technology“ und „Digital Transformation“ aus Versicherer- und Startup-Perspektive. insurenxt.com 

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